saksborg_1.jpgDie in ihren Anfängen romanische Kirche trägt den Namen Buhrkall Kirche nach dem Namen der Gemeinde »Burkal sogn«, liegt aber in Saksborg gegenüber dem Krug, bei der Brücke über die Grünau. Hier treffen sich vier Wege von Westen und drei vom Osten; alle müssen diese Brücke benutzen.

In der Zeit zwischen 1725 und 1820 erlebte die Gemeinde eine ununterbrochene Erweckungsbewegung herrenhutischer Prägung. Die Gemeinde wurde zu einer Sozietät der Brüdergemeinde von Christansfeld.

In der Gegenwart ist diese Gemeinde stark durch »Luthersk Mission« geprägt.

Der Baubeginn dieser Kirche ist um 1200 anzusetzen.

Ihre Besonderheit ist die bemalte, auf Balken aufliegende Bretterdecke, die bei der Renovierung 1942–1945 wieder entdeckt und freigelegt wurde. Sie stammt aus der Zeit um 1620. Sie zeigt eine Apostelreihe mit Jesus als dem Salvator Mundi in der Mitte, flankiert von 26 Frauenfiguren -teilweise symbolisieren sie Tugenden- und 26 Motiven mit Früchten, jeweils zusammengehalten von blau gemalten Kassetten. Auch die Balken sind durchgehend dekoriert, auf der lotrechten Seite mit Engelsköpfen.

Der Altar von 1622 stammt aus der Ringerink'schen Werkstatt aus Flensburg: Die Altartafeln zeigen im Halbrelief geschnitzte Motive aus Albrecht Dürers Kupferstichkabinett. Der Altartisch selbst ist aus jüngerer Zeit. Er wurde aus großen Backsteinen gemauert und mit Evangelistenbildern vom ehemaligen Kanzelaufgang bekleidet.

Auch die Taufe enstammt der Ringering'schen Werkstatt und hat Pendants in Kliplev, in St. Marien in Flensburg so wie in Klixbüll.

Die Kanzel im Renaissance-Stil (um 1610) stammt aus der Petersen'schen Werkstatt aus Tondern.

Die Kruzifixgruppe im Triumphbogen entstammt spätmittelalterlicher Zeit und ist etwa um 1520 entstanden.

Blattmotive (um 1500) schmücken das gotische Gewölbe im Chor.

saksborg_2.jpgDer Abendsmahlskelch, 1646 gefertigt von einem unbekannten Tonderaner Silberschmied, ist der Ersatzkelch für einen älteren, den »schwedische Reiter« 1644 bei einer Plünderung entwendet hatten. Die Hostiendose aus dem 18. Jahrhundert ist in Berlin angefertigt worden. Ein barocker Schrank, grün mit Blumenmotiven bemalt (um 1600), und die Kirchenlade von 1741 sind im Waffenhaus aufgestellt. Die Kirchenglocke wurde 1783 in Lübeck gegossen. Eine kleine Messglocke aus vorreformatorischer Zeit hängt in der Südostecke des Chores.

Die Kirche erfuhr eine Erweiterung nach Westen im Jahre 1637. 1667 verkaufte man Holz von einem früheren freistehenden Glockenturm; erst 1792 setzte man den jetzigen Dachreiter auf dem Westende des bleigedeckten Kirchendaches auf. Auf dem Friedhof befinden sich drei Gedenksteine. Zwei für die Gefallenen des Ersten bzw. Zweiten Weltkrieges und ein sechseckiger Gedenkstein für fünf Grenzgendarmen und einen polnischen Arbeiter, die in deutschen Konzentrationslagern zu Tode kamen.

Quelle: Danmarks Kirker